Am 06.02.2026 findet im Zollernalbkreis der Infotag der Beruflichen Schulen statt. Nähere Informationen hierzu finden Sie hier.
Walther-Groz-Schule
Schulgeschichte der HWS
Seit dem Jahr 1811 gab es eine sogenannte „Industrieschule“, in der Mädchen stundenweise „Unterricht und Anleitung zu nützlicher Beschäftigung“ erhielten. 1898 gründete Emma Linder aus Ebingen eine private Frauenarbeitsschule. 1921 wurden in Ebingen weibliche Fortbildungsschulen eingeführt, die sich zu Hauswirtschaftlichen Berufsschulen entwickelten. Emma Linder übernahm die Schulleitung.1923 wurde die Haushaltungsschule in Ebingen errichtet. 1935 schied Emma Linder krankheitsbedingt aus dem Schuldienst aus und ging ab Februar 1936 in den Ruhestand.
Johanna Kilper übernahm die Leitung. 1954 wurden die ehemaligen Haushaltungsschulen, jetzt Hauswirtschaftliche Berufsschulen, von Ebingen und Tailfingen der Frauenarbeitsschule angegliedert. Ein Jahr später eröffnete die Stadt Ebingen einen Grundausbildungslehrgang für Hauswirtschaft an der Frauenarbeitsschule, welcher durch das Oberschulamt Südwürttemberg-Hohenzollern als Haushaltungsschule anerkannt wurde. Dies war die einzige Schule in dieser Art im gesamten Kreis Balingen.
1967 eröffnete die Berufsfachschule für Kinderpflegerinnen. Der Träger dieser Schule war der Landkreis Balingen. An die Stelle der Frauenarbeitsschule trat die einjährige Hauswirtschaftliche Berufsfachschule. 1971 übernahm der Landkreis Balingen auch die Schulträgerschaft der Hauswirtschaftlichen Berufsschule und der Haushaltungsschule.
Die ländlich-hauswirtschaftlichen Berufsschulen Lautlingen und Meßstetten wurden Außenstellen der Ebinger Schule. 1973 wurde die einjährige hauswirtschaftlich-pflegerisch-sozial-pädagogische Berufsfachschule (für Realschülerinnen, später 1BKH) eingeführt und ein Jahr später die zweijährige hauswirtschaftlich-pflegerisch-sozialpädagogische Berufsfachschule zur Erlangung der Fachschulreife. 1976 fand der Umzug ins Berufsschulzentrum statt und die Außenstellen wurden aufgelöst.1980 begann der 1.Kurs der Fachschule für Meister der städtischen Hauswirtschaft. 1985 fand erstmals der Schüleraustausch in Kooperation mit der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule mit dem „Lycée Polyvalent Louis Armand“ in Chambéry statt, dieser wird in regelmäßigen Abständen alle 2 Jahre durchgeführt. 1986 wurden Hauswirtschaftstechnische Helfer in Kooperation mit der ABA (Ausbildungs- und Berufsförderungsstätte Albstadt e.V.) erstmalig ausgebildet.
Auch die Berufsfachschule für Haus- und Altenpflegehilfe wurde neu eingerichtet, diese wurde zwei Jahre später umbenannt in die Berufsfachschule für Altenpflege. Diese anfangs 2-jährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer wurde auf 3 Jahre mit dem Ausbildungsziel Altenpfleger aufgestockt. Am 7.Oktober 1988 feierte das Berufsschulzentrum Albstadt Jubiläum: 135 Jahre Gewerbliche Schule, 90 Jahre Hauswirtschaftliche Schule und 75 Jahre Kaufmännische Schule. Außerdem führte man in diesem Jahr das Berufsvorbereitungsjahr im Zollernalbkreis flächendeckend an Stelle der Hauswirtschaftlichen Berufsschule ein.
1989 verabschiedete man den ersten Ausbildungsgang zum „Staatlich Anerkannten Altenpfleger“ feierlich. 1990 führte man Sprachlernklassen für jugendliche Aussiedler, die im Zollernalbkreis wohnten, zum Schuljahresbeginn 1990/91 an der Schule ein. 1995 wurde Johann Schuler Schulleiter und es begannen Schulversuche für die einjährige Berufsfachschule Pflege in Teilzeitform, außerdem für das Sozialpflegerische Jahr und das Berufsvorbereitungsjahr für Schüler ohne Deutschkenntnisse.
1996 begann die Kooperation mit der Wilhelm-Hauff-Förderschule. 1997 fand die Einrichtung des Berufskollegs für Altenpflege statt, ein Jahr später die der Fachschule für Altenpflege. Zum Schuljahresbeginn 1998 richtete man eine Kooperationsklasse Hauptschule- Berufliche Schulen an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule mit Beteiligung der Hauswirtschaftlichen Schule ein.