Praxisnahe Umweltbildung

Vogelfutterhäuschen für Kitas

Einen spannenden Einblick in die Welt der Gartenvögel erhielt die Abschlussklasse der praxisintegrierten Erzieherinnen- und Erzieherausbildung der Walther-Groz-Schule im Naturerlebniszentrum der Sparkassenstiftung Umwelt+Natur in Oberdigisheim. Ziel der Aktion war, theoretisches Wissen aus der Ausbildung mit handwerklicher Praxis, Umweltbildung und sinnvollen Angeboten für den Kindergartenalltag zu verbinden.

Für das Projekt kamen 19 Auszubildende des Berufskollegs für Sozialpädagogik aus Albstadt gemeinsam mit Ihrer Fachlehrerin Christine Glökler ins Umweltbildungszentrum. Dort wurden sie von den Stiftungsmitarbeitenden Alexandra Kischkel-Bahlo und Hannes Schurr begrüßt. Nach einer kurzen Einführung in die handwerkliche Praxis ging es an die Werkbänke. Die Teilnehmenden sägten Holzbrettchen zunächst auf die passende Länge und bauten daraus anschließend mit Leim und Nägeln eigene Vogelfutterhäuschen.

„Mit diesem Angebot möchten wir angehenden Pädagoginnen und Pädagogen zeigen, wie sie die Natur als Lern- und Erlebnisraum begreifen und diesen Zugang kindgerecht gestalten können“, erklärte Stiftungsleiterin Alexandra Kischkel-Bahlo. “Die Auszubildenden lernen dabei nicht nur Wissenswertes über die heimische Vogelwelt, sondern auch, wie sich solche Erfahrungen sinnvoll in ihre Arbeit mit Kindern integrieren lassen“, ergänzte Stiftungsökologe Hannes Schurr.

Besonders wichtig ist für Fachlehrerin Christine Glökler der Transfer in die spätere berufliche Praxis. Die 16 Frauen und drei Männer der Abschlussklasse bringen dafür beste Voraussetzungen mit: Viele verfügen bereits über einen Berufsabschluss und sind entsprechend motiviert. Die angehenden pädagogischen Fachkräfte verbringen von Beginn ihrer dreijährigen Ausbildung an mindestens zwei Tage pro Woche in einer Ausbildungseinrichtung und erhalten so einen frühen und intensiven Zugang zur pädagogischen Praxis.

Zum Abschluss der Veranstaltung standen die Vogelarten im Fokus, die sich häufig an Futterstellen beobachten lassen. Dazu zählen Grünfink, Buntspecht, Feld- und Haussperling sowie Kohl- und Blaumeise. Werden die selbstgebauten Futterhäuschen gut sichtbar im Garten aufgehängt, können die Vögel auch vom Fenster aus beobachtet werden und laden zu weiteren kindgerechten Projekten rund um die faszinierende Welt der Vögel ein.

Text und Bilder: Alexandra Kischkel-Bahlo (Leiterin der Sparkassenstiftung Umwelt+Natur)

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